History

  • Erbaut im Jahr 1848

    Erster Besitzer: Martin Lanzl, Josef Gaggermeier Hans Gaggermeier

     

    Im Jahr 1850

    eröffnete Martin Lanzl mit seiner Gattin Walburga einen Krämerladen im Reithnerhaus.

     

    In Jahr 1889

    wurde das Anwesen von Joseph und Katharina Reithner erworben und eine Kolonialwarenhandlung eröffnet.

     

    In Jahr 2001

    wurde das Anwesen nach dem Tod der letzten Bewohnerin,vom Verein "Freunde des alten Hauses" erworben.

Vereinsgründung 2001

Anlässlich einer Sitzweil, im Bierkeller am Ortseingang, wurde von Fr. Dr. Anke Janssen und Wolfgang Lutz der Entschluss gefasst, einen Verein zum Erhalt des sich noch fast in seinem Ursprungszustand befindlichen Gebäudes zu gründen. Zur Gründungsversammlung des Vereins Freunde des alten Hauses, am 31.05.2001 fanden sich 13, nicht nur Deuerlinger, Bürgerinnen und Bürger im Reithnerhaus ein. Nach der Gründung konnte das damals zum Verkauf stehende Gebüude erworben und vor dem drohenden Abriss gerettet werden. Finanziert wurde der Kauf des Anwesens durch Privatpersonen, die dem Verein die Mittel in Form zinsloser Darlehen zur Verfügung stellten. Durch Veranstaltungen, finanzielle Zuwendungen von Förderern und Spenden aus der Bevölkerung, konnten diese mittlerweile zum größten Teil zurückbezahlt werden.

 

Das Reithnerhaus

Eher klein und und unauffällig steht das "Reithnerhaus", eines der letzten erhaltenen Jurahäuser mit seinem Krüppelwalmdach, in der Regensburger Straße in Deuerling. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende typische West-Oberpfälzer Bauernhaus wurde ca. 1848 -1850 von Martin Lanzl erbaut. Dieser erwarb das Grundstück für 400 Florentiner Gulden von seiner Mutter, um dort ein Wohnhaus mit Stall und Hof zu erbauen. Auf dem Katasterplan von 1835 lässt sich erkennen, dass auf dem Grundstück bereits ein Haus gestanden hatte. Im Grundkataster tauchen beim Besitzer Lanzl die Jahreszahlen 1853 und 1854 sowie 1847 und 1850 bei Verträgen auf. Bereits 1850 eröffnete Martin Lanzl mit seiner Gattin Walburga einen Krämerladen im Reithnerhaus, dies erklärt auch eine Besonderheit des Hauses, die 2 Eingangstüren mit einer durchgehenden Flez, wobei die vordere Haustüre extra wegen des Krämerladen eingebaut wurde.

1889 wurde das Anwesen von Joseph und Katharina Reither erworben. Den Hausnamen "Wölflbaueranwesen" brachte der Gütler von Pittmannsdorf kommend mit und übertrug ihn praktisch auf das Deuerlinger Anwesen. Von Katharina Reithner wurde im Haus eine Kolonialwarenhandlung betrieben.

2001 wurde das Anwesen nach dem Tod der letzten Bewohnerin, vom Verein "Freunde des alten Hauses" erworben und vor dem drohenden Abriss gerettet. Das Haus ist lt. Gutachten in einem guten, erhaltenswerten Altzustand und nicht feucht. Die Stallung befindet sich wie früher üblich im Haus und besteht auch noch im Originalzustand. Einen Teil des Stalles sowie den Flur überzieht ein böhmisches Gewölbe. Im Flur kann noch als Stuckarbeit das Jesuszeichen IHS bewundert werden.

Umfangreiche Informationen zur Geschichte des Reithnerhauses sind in der wissenschaftlichen Zulassungsarbeit von Stefanie Gruber aus dem Jahr 2004 und im Bildband "Das Reithnerhaus - Geschichten von einem Bauernhaus in Deuerling" von Marianne Göldl zu finden.

Die Räume im Erdgeschoß wurden in den letzten Jahren behutsam saniert, wobei hier großer Wert auf den Erhalt der historischen Substanz des Gebäudes gelegt wurde. Im Obergeschoß befindet sich die kplt. erhaltene Einrichtung des letzten Deuerlinger Schusters. Dies können bei Interesse nach Absprache besichtigt werden.

Download Festschrift_15Jahre